Workshop II: „Landschaftsinnovationen in der Lausitz für eine klimaangepasste Bioökonomie und naturnahen Bioökonomie-Tourismus“
02.10.2024
9:00 – 14.00 Uhr
Kurze Beschreibung:
Zum zweiten Mal trafen sich Projektmitarbeiter:innen mit Stakeholdern im Rahmen von LIL-KliBioTo, um gemeinsam über Anpassungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft in der Lausitz zu diskutieren. Zuerst wurde die Frage „Wie äußert sich der Klimawandel für die Landwirtschaft in der Lausitz?“ diskutiert. Die Vegetationsperiode für Pflanzen beginnt bis zu 3 Wochen früher seit 1961. In der Lausitz ist die jährliche Niederschlagssumme zwar gleichgeblieben, aber die Niederschlagsverteilung hat sich stark verändert. Zwischen dem 15.03.–15.05. fallen keine nennenswerten Niederschläge mehr. Unter Hitze- und Trockenheitsstress steigt die potentielle Verdunstung an. Mögliche Maßnahmen wurden diskutiert: weite Fruchtfolge mit ganzjähriger Bodenbedeckung, wassersparende Fruchtfolgen, ausgewogene Kaliumdüngung für bessere Wassernutzungseffizienz, Anbau von Hitze- und Trockenstresstoleranten Pflanzen uvm. Kichererbsen und weiße Lupine haben z.B. hohe Erträge auch unter trockenen Bedingungen–eine Beregnung steigert nicht den Ertrag. Großes Potential zeigen vor allem die Kichererbsen, da sie auf höhere Temperaturen sogar mit Mehrertrag reagieren und eine kurze Entwicklungsperiode haben.
Das Team von LIL-KliBioTo bedankt Falk Böttcher (Experte für Agrarmeteorologie, Deutscher Wetterdienst) und Mosab Halwani (Experte für Körnerleguminosenanbau an ZALF e.V.) für die Impulsvorträge.